Schalenamöben

A.2.1.2 Lesquereusia

[Benannt zu Ehren des schweizer Biologen Leo Lesquereux]



Diese schöne große Lesquereusia spiralis (Syn. Difflugia spiralis)
ist 144 µm hoch und 126 µm breit.
(Balksee-Randmoor, Stack mit Picolay aus 15 Einzelaufnahmen)


Lesquereusia verstärken ihr im Querschnitt nicht abgeflachtes Gehäuse in der Regel mit selbstfabrizierten kieseligen Schuppen (Idiosomen). Xenosomen kommen vor.


Interessant ist, dass die Exemplare aus Tiroler Mooren (links) und dem Heiligen Meer Gebiet (rechts) wesentlich dünnere Idiosomen hatten, als mein Exemplar aus dem niedersächsischen Birkenbruch (ganz oben).
L. spiralis ist nicht gebunden an saure Lebensräume.

Pseudopodien.
Blick ins Innere
Lesquereusia modesta, mit Quarz armiert. Eigene Art oder Variation von L. spiralis? 140 µm hoch, Recherfilz, Tirol
Lesquereusia cf. spiralis, teilweise armiert mit Kieselalgenschalen, ca. 140 µm, Balksee-Randmoor.

Kurz nach der Teilung.


E. Penard hatte bereits beobachtet, dass die Schuppen je nach Individuum und Lebensraum verschiedene Größen haben können: "Manchmal sind sie nur zwei oder drei Mal so lang wie breit und relativ kurz und gedrungen. Andere sind sehr dünn, gekrümmt und dann immer viel länger in Bezug auf die Breite."

Bei der ähnlich geformten, aber mit Xenosomen (Quartz usw.) bedeckten L. modesta handelt es sich möglicherweise um eine Modifikation der gleichen Art.

Ferry Siemensma fotografierte eine Teilung, bei der die Mutterzelle mit Idiosomen bedeckt war, die Tochter mit Xenosomen. Siehe: http://arcella.nl/lesquereusia-division-1. Eine Bekräftigung der vorangegangenen Vermutung.

Lesquereusia epistomium

ca. 140 µm hoch, Recherfilz, Tirol.
137 µm, Balksee-Randmoor.
(L. epistomium?)

108 µm. Balksee-Moor,
das gleiche Exemplar gedreht.