Zum Elbe-Badetag am 14. Juli 2002 hier der heutige Artikel aus der Niederelbe-Zeitung vom 15. Juli 2002.

Die Elbe - von der Kloake zum Badeparadies

Auch in Otterndorf Aktion zum 1. Internationalen Badetag

zwei Badekostüme

Otterndorf (es). Totgesagte leben länger: Einst galt die Elbe als Kloake, heute als größtes Plansch-becken Deutschlands. Und um das zu demonstrieren, stürzten sich gestern auch in Otterndorf im Rahmen des1. Internationalen Elbe-Badetages Schwimmer und Schwimmerinnen in die Fluten.

Die Otterndoffer Aktion. fand nicht isoliert, sondern im Konzert mit über 40 weiteren deutschen und tschechischen Elb-Städten statt. Das gemeinsame Bad im Strom gilt als der bisherige Höhe-punkt des Projektes "Lebendige Elbe", das vor fünf Jahren von der Deutschen Umwelthilfe und dem Verlag Gruner und Jahr angestossen worden war.

Langfristiges Ziel aller Projekt-berteiligten, zu denen allein etwa 400 Umweltgruppen zählen, ist die Anerkennung der Elbschutzgebiete als UNESCO-Weltkulturlandschaft.

Aber so weit ist es noch lange nicht, doch die Zwischenbilanz ist vielversprechend. Noch vor zehn Jahren war nämlich ein Bad in der Elbe höchstens für Chemielaboranten interessant: Nicht zuletzt die hohe Quecksilber-Belastung, aber auch der Eintrag anderer Chemikalien und Schadstoffe sorgte für ein berechtigtes Negativimage des Flusses. Zehn Jahre später hat sich die Lage entspannt - und dazu trug unter anderem der Bau zusätzlicher Kläranlagen bei.

Dass das Öko-System der Elbe trotz aller Erfolge immer noch sensibel ist, zeigte sich nicht zuletzt aktuell am Wochenende aber durch die hohe Wasserbelastung des Flusses im Bereich Wittenberge. Anders an der Eibmündung bei Otterndorf: Dort gab es gestern ein unbeschwertes Badevergnügen.

Aber, bevor sich die Schwimmer und Schwimmerinnen in die Flu-ten vor Otterndoff begaben, hatten die Stadt, die Schwimm- und Tauchabteilung des TSV Otterndoff, die DLRG-Ortsgruppe sowie der Verkehrsverein für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt, das von der historischen Bademodenschau über Info-Stände und den Auftritt der "Tanzenden Lachse" bis hin zu Wettbewerben für Kinder reichte.

Natürlich ließ sich auch Neptun die Gelegenheit nicht entgehen, um mit den mehreren hundert Schaulustigen den Elbe-Badetag zu feiern. Zu einem Bad in der Elbe ließ er sich letzten Endes dann doch nicht überreden. Er beschränkte sich auf einen Wattspaziergang...


Neptun memoriert nochmal den Schwur.

Ententanz unter Einbeziehung von Zuschauern.


hier gibts Gabi's Nachlese zum Badetag.




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©1999 Hans Rothauscher
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Hans Rothauscher