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Sirenen-Mythologie Aeneas, Horaz und Ovid beschrieben sie, der Irrfahrer Odysseus hat sie besucht, und unzählige Renaissancekünstler haben sie gemalt: Zwiefache Wesen, oberhalb der Gürtellinie Mensch und untenherum Fisch.
![]() Dugongs hat es zur Antike an den Küsten des Roten Meeres und des Indischen Ozeans gegeben, und die griechischen, phönizischen und ägyptischen Seefahrer konnten die Tiere in den arabischen Gewässern beobachten. Sieht man aber die Tiere von einem höheren Standpunkt, z.B. von einem hohen Felskap oder dem Mastkorb eines Seglers aus vorbeiziehen, schwimmen da elegante schlanke Wesen mit ruhigen, kraftvollen Flossenschlägen vorbei.
menschenähnliche Merkwürdigkeiten unterscheiden diese Sirenen von den anderen bekannten Meerestieren: Ihre Zitzen sitzen deutlich vorn am Oberkörper. Verglichen mit den anderen Meeressäugern sind die vorderen Gliedmaßen durch das ausgeprägte Ellbogengelenk deutlich armartig. Bei Erregung treten ihnen Tränen in die Augen. Und wie eine Dugongmutter ihr saugendes Kind in den Arm nimmt und an die Brust drückt, rührte wohl auch schon die rauhen hellenischen Matrosen.
Die Seefahrer der Antike dachten nach der Heimkehr von ihren Fahrten wohl an diese Beobachtungen. Ihre Schilderungen waren dementsprechend - die Sirene war geboren.
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Auf ein anderes interessantes Detail aus der früheren menschlichen Geschichte machten mich Leser der Dugong-Seiten aufmerksam: Im 2. Buch (Exodus) erhielt Moses den Auftrag zur Errichtung des ersten Tabernakel (Tempelzelt, "Hütte des Stifts"). In den ausführlichen Bauanleitungen stand unter anderem, daß das äußere Dach der inneren Hütte aus einer bestimmten Tierhaut bestehen sollte (die genaue Übersetzung des entsprechenden hebräischen Wortes tahasch ist heute nicht mehr bekannt - aus Wikipedia). In einigen Sprachversionen der Bibel ist da die Rede von Seekuhfell. Nach anderen Versionen sollten Delfinhäute, Seehundshäute oder, bei Luther, Dachsfelle benutzt werden. Wir werden wohl nicht erfahren, welches Material die ursprüngliche Bauanleitung vorsah. Ältere wissenschaftliche Namen für den Dugong bekräftigten die Seekuh-Version, E. Rupell nannte ihn Halicore tabernaculi. |
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23 Jan 00 letzte Änderung 14 Mai 01 | ||||